Zwei Linien.
Viele Zeitgeschichten.
Auf der einen Seite führt die Spur über Köln, Hann. Münden, Grebenstein und Hombressen. Auf der anderen über Treisbach, Bottrop und Wetter. Aus diesen Wegen wird keine bloße Ahnenliste, sondern eine Geschichte von Arbeit, Krieg, Ortswechseln, Familienbetrieben und Erfahrungen, die über Generationen weitererzählt wurden.
Bevor aus Namen eine Stammtafel wird
Familiengeschichte beginnt hier nicht mit Kästchen und Jahreszahlen. Sie beginnt mit Menschen, die Orte verließen, Arbeit fanden, Betriebe weiterführten, Krieg und Nachkriegszeit erlebten und Erinnerungen an die nächste Generation weitergaben. Der Stammbaum darunter ist das Gerüst; die eigentliche Geschichte steckt in den Lebenswegen.
Auf der väterlichen Seite führt die bislang rekonstruierte Spur zu Kurt Bussang, seiner Mutter Hedwig und deren späterem Mann Adolf in Köln sowie zur Familie Fuchs/Neth in Nordhessen. Auf der mütterlichen Seite treffen die Wetteraner Familien Dörr und Vogt auf die Dehnerts aus Treisbach, deren Weg zeitweise ins Ruhrgebiet nach Bottrop führte. Vieles ist inzwischen belegt, anderes bleibt Familienüberlieferung oder offene Forschungsfrage.
Die bislang rekonstruierte Kernlinie
Historische Familienpersonen werden namentlich dokumentiert. Bei lebenden Angehörigen bleibt die öffentliche Darstellung bewusst zurückhaltend. Gesicherte Daten, Familienüberlieferung und offene Fragen werden getrennt.
später Fuchs
† 23.12.1982
† 12.09.2004
⚭ 24.11.1718 Maria Gertrud Dörr
⚭ 03.02.1747 Anna Elisabeth Riem (* 10.12.1730)
⚭ 01.08.1755 Anna Margarethe Naumann (* 13.03.1732 · † 27.12.1803)
⚭ 09.04.1796 Elisabeth Geis (* 13.10.1768 · † 23.04.1823)
⚭ 20.06.1783 Anna Catharina Henckel (* 07.12.1759 · † 28.02.1828)
Hier verbinden sich beide Scherer-Zweige.
Wetter · Vater von Lina und Philipp
Bruder von Lina · Auswanderer
Tochter von Jost Heinrich Scherer · Schwester des Auswanderers Philipp Scherer
Sohn von Johannes Vogt und Louise geb. Stremmel
Tochter von Lina Scherer und Friedrich Vogt
ältester Sohn · später Bottrop · Straßenbahn
Katharina Dörr, geb. Siebert
Hof Amönauer Straße · Wetter
Eltern von Heinrich, Ludwig, Hermann und Sophie
ältere Generation · Diakonisse
Mellnau / Guntershausen
† 29.05.1983
† 29.05.1983
† 06.07.2022
* 03.05.1951 Wetter
geschieden von Hans-Dieter Deist (* 23.09.1960)
Bussang · Fuchs · Neth
Die väterliche Linie führt über Köln nach Grebenstein und Hombressen. Kurt Bussang wurde 1923 geboren und lebte nach Familienüberlieferung zeitweise in einer Pflegefamilie in Hann. Münden. Seine Mutter Hedwig lebte später mit Adolf Bussang in Köln-Mülheim. Für Adolf ist im Kölner Adressbuch 1958 die Ringenstraße 20 belegt; Onkel Erich bestätigte 2026, dass dies die ihm erinnerte Anschrift war. Für 1966 ist die Keupstraße 39 als späterer Adressbuchhinweis überliefert. Die genaue Herkunft Hedwigs und die rechtliche Form, in der Adolf Kurt offenbar annahm, bleiben Gegenstand der Forschung.
Irmgard Fuchs wurde 1926 in Grebenstein geboren. Ihre Mutter Anna stammte als geborene Neth aus Hombressen. Personenstands- und Kirchenbuchquellen sollen diese Linie weiter zurückführen.
Dörr · Dehnert
Heinrich Dörr wurde nach eigener Aussage am 08.04.1925 in Wetter geboren. Die abweichende Angabe 08.04.1924 stammt aus der Erinnerung seiner Tochter und bleibt bis zur urkundlichen Klärung dokumentiert. Zu seiner Kriegsgeschichte gehört eine von ihm selbst erzählte Gefangenschafts- und Fluchtgeschichte: Er verband einen Teil der Gefangenschaft mit der Region am Berg Ararat, berichtete von einer Flucht bis nach Polen und davon, dort aufgegriffen und erneut in sowjetische Gefangenschaft gebracht worden zu sein. Solange die entsprechenden Gefangenenakten fehlen, bleibt diese Erzählung ausdrücklich persönliche Zeitzeugenüberlieferung.
Maria Dehnert wurde 1926 in Bottrop geboren. Ihre Erinnerungen reichen von Kindheit und Krieg bis zum späteren Familien- und Arbeitsleben in Wetter. Angaben etwa zu BDM und Kinderlandverschickung werden dort, wo es möglich ist, mit zeitgenössischen Unterlagen abgeglichen; ihr eigener Lebensbericht bleibt zugleich als persönliche Quelle im Wortlaut erhalten.
1920 bis heute
Neben dem genealogischen Forschungsstand entsteht eine ausführliche Familienchronik: Heinrichs und Marias Kriegserfahrungen, Schreinerei und Landwirtschaft in Wetter, Kindheit, DDR-Begegnungen, Eisenbahn, Fahrzeuge und die Frage, wie Erfahrungen über Generationen weitergegeben werden.
Erinnerung bewahren, aber nicht mit Beweis verwechseln
Personenstand
Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden, Melderegister, Adressbücher und Kirchenbücher bilden das Gerüst der genealogischen Forschung.
Zeitzeugen
Erzählungen aus der Familie werden möglichst wortgetreu in ihrem Charakter als Erinnerung bewahrt. Sie können Hinweise geben, ersetzen aber keine archivalische Bestätigung.
Archive
Für Krieg, Gefangenschaft, BDM und Kinderlandverschickung werden einschlägige deutsche und – soweit zugänglich – ausländische Archivbestände recherchiert.