Vom DOS-Netz
zur Enterprise-ITK
Mehr als drei Jahrzehnte technische Entwicklung aus praktischer Perspektive: Bank-IT, Mailboxbetrieb, Server und Rechenzentren, eigenes Systemhaus, Carrier und VoIP, Storage, Security, LAN/WLAN und moderne Kommunikationsplattformen.
Neue Technik verstehen, aufbauen und weiterentwickeln
Der berufliche Weg lässt sich weniger als Folge von Arbeitgebern verstehen als als Folge technischer Entwicklungsstufen. Neue Themen kamen hinzu, ältere Erfahrungen blieben nutzbar. Aus Hardware wurde Infrastruktur, aus Telefonie IP-Kommunikation, aus einzelnen Netzen integrierte ITK-Umgebungen.
Dabei blieb die Arbeitsweise erstaunlich konstant: Ein sichtbarer Fehler ist zunächst nur ein Symptom. Entscheidend ist, die Ursache und die Abhängigkeiten im Gesamtsystem zu verstehen. Eine gute Lösung soll nicht nur heute funktionieren, sondern auch später prüfbar, wartbar und für andere Fachleute nachvollziehbar sein. Standards und Dokumentation sind deshalb kein nachträglicher Verwaltungsaufwand, sondern Teil der technischen Lösung selbst.
Bankkaufmann und frühe professionelle IT
Die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Raiffeisenbank Wetter fiel in eine Zeit, in der Arbeitsplatz-IT und elektronische Banktechnik schnell an Bedeutung gewannen. Neben dem kaufmännischen Fundament entstand hier der frühe professionelle Kontakt zu IBM OS/2, banktechnischen Anwendungen und POS-Umgebungen.
Damit begann ein Muster, das den weiteren Weg prägen sollte: Technik nicht nur als Benutzer kennenzulernen, sondern ihre Funktion und ihren praktischen Betrieb verstehen zu wollen.
BUSSING Mailbox / MarNet – eigenes technisches Labor
Parallel entstand mit der eigenen Mailbox ein privates Kommunikations- und Netzwerkprojekt. Eingesetzt wurden EasyMail, das Z-Netz und die Verbindung zu MarNet. Der Datenaustausch erfolgte zunächst über Modem, später auch über ISDN. Zwei Hostrechner arbeiteten mit einem zentralen Datenbankserver zusammen.
Die lokale Vernetzung begann mit einem DOS-Kirschbaum-Netz und 10-MBit-Koaxialverkabelung und entwickelte sich später zu 10/100-MBit-Ethernet. Damit wurden Netzwerktopologien, Mehrplatzbetrieb, Datenhaltung, Kommunikationsprotokolle und Fehlersuche praktisch erlernt – Jahre bevor Internetzugänge im Alltag selbstverständlich wurden.
Zum technischen Umfeld gehörten auch frühe Modemgenerationen bis hin zu V.34/V.34bis und Vorserien-/Betatest-Erfahrungen. Die Mailbox verband Textforen und Shareware-Downloads mit dem Betrieb einer eigenen kleinen Online-Infrastruktur.
m+s electronic AG – Enterprise-IT als praktische Schule
Die Zeit bei m+s war weit mehr als klassischer PC-Service. Das Unternehmen trat damals als großer deutscher IT-Gesamtlösungsanbieter auf. Die praktische Arbeit führte in Server-, Client-, Rollout- und Rechenzentrumsumgebungen großer Unternehmen.
Technische Schwerpunkte waren insbesondere Compaq-ProLiant-Server und IBM-ThinkPad-Systeme; hinzu kamen Siemens-Server und weitere Herstellerplattformen. Herstellerqualifikationen als ProLiant- und ThinkPad-Techniker vertieften die Hardware- und Servererfahrung.
Nach den eigenen beruflichen Aufzeichnungen gehörten Einsätze in Umgebungen von DG Bank, Deutsche Börse, Fraport, Lufthansa, Deutsche Bank, Commerzbank, Dresdner Bank, Postbank, REWE Zentral AG, Guidant, Merz + Co., Arcor, Alte Leipziger, Nestlé und Robert Mondavi Europe zum Arbeitsumfeld. Zeitgenössische Quellen bestätigen mehrere dieser Unternehmen als Kunden von m+s; die persönliche Zuordnung einzelner Einsätze beruht dort, wo kein individueller Einsatznachweis vorliegt, auf der eigenen Berufs- und Zeitzeugendokumentation.
Besonders prägend waren Serverfarmen und Rechenzentrumsumgebungen. Für die Deutsche Börse wurde in dieser Zeit die neue IT-Ausstattung in Frankfurt umgesetzt; ein zeitgenössisch dokumentierter m+s-Großauftrag umfasste Migration, Arbeitsplatz-, Server-, Support- und Systemmanagementleistungen. Aus persönlicher Projekterinnerung gehört außerdem eine Rechenzentrumsumgebung in Kelsterbach für das eTix-Umfeld von Fraport/Lufthansa in diese Phase.
Axxida GmbH – vom Dachgeschoss zum Systemhaus
Am 28. Februar 2002 wurde die Axxida GmbH gegründet. Die ersten Büroräume lagen im Dachgeschoss eines Privathauses im Gartenweg 5 in Wetter. Das schnelle Wachstum machte die räumlichen Grenzen bald sichtbar: Arbeitsplätze wurden knapp, Lagerfläche entstand zunächst in einem Teil einer Doppelgarage. Anschließend wurden größere Räume auf dem Familiengrundstück in der Frankenberger Straße 11 für das Systemhaus umgebaut.
Axxida entwickelte sich zu einem herstellerübergreifenden IT-Systemhaus. Das Spektrum umfasste Clients und Notebooks, Server, Microsoft- und weitere Systemumgebungen, LAN/WAN, WLAN, Security, Storage, Telekommunikation, Datenbanken und Individualsoftware, Schulung und Support. Hinzu kamen passive Netzwerkverkabelung, angrenzende Elektroarbeiten und frühe Gigabit-Ertüchtigungen.
Zum Herstellerumfeld gehörten unter anderem Fujitsu Siemens, HP/Compaq, IBM/Lenovo, Acer, MAXDATA, Kyocera, 3Com, Microsoft und Siemens. Das Unternehmen wuchs zeitweise auf bis zu rund 20 Beschäftigte einschließlich Auszubildenden und projektbezogenen Kräften. Vertreten waren Geschäftsführung, technische Leitung, Außendienst- und Servicetechnik, Servertechnik, Datenbank-/Softwareentwicklung, Administration, Buchhaltung und Ausbildung. Ergänzt wurde das eigene Team durch spezialisierte Partner für Software, Kommunikation, Verkabelung und weitere Projektleistungen. Namen dieser Personen werden auf der öffentlichen Website bewusst nicht veröffentlicht.
Mehrere Kundenbeziehungen bauten auf bereits vorhandenen Kontakten auf. Zum betreuten Umfeld gehörten unter anderem Robert Mondavi Europe, später TxB International Fine Wines, Havika Immobilienmanagement, FerHo Stahl, AWO Frankfurt/Südhessen, die Pensionskasse der Firma Schenker sowie Deutsche Bahn.
Gleichzeitig entstand ein wesentlicher Teil des Wachstums durch eigene Neukundengewinnung. Zu den neu gewonnenen Kunden gehörten unter anderem das Autohaus Schwammel & Gnau Renault im Raum Marburg/Gießen, die Freie Waldorfschule Marburg, die Marburger Altenhilfe St. Jacob gGmbH, die RUWEL AG mit dem Werk Schoeller in Wetter, die Stadt Wetter, HEITEC Heißkanaltechnik in Burgwald-Bottendorf, Taxi Weber in Wetter, Elektro Albert in Wetter, Elektro-Langer in Amönau und Dickert Electronic in Schönstadt. Hinzu kamen weitere Unternehmen, Einrichtungen und öffentliche Auftraggeber aus der Region. Damit entwickelte Axxida neben übernommenen beziehungsweise aus früheren beruflichen Kontakten entstandenen Kundenbeziehungen zunehmend einen eigenen regionalen Kundenstamm.
Die Projekte reichten von vollständiger IT-Betreuung bis zu sehr unterschiedlichen Spezialaufgaben. Im sozialen Bereich wurden beispielsweise zahlreiche kleine Standorte mit Arbeitsplatz und Internetzugang ausgestattet. Ein größeres Projekt für Deutsche Bahn band zeitweise mehrere Beschäftigte dauerhaft. Für einen Industriekunden entstand gemeinsam mit externer Entwicklung eine Lösung zur Waren- beziehungsweise Materialverfolgung.
Rückblickend lag eine strukturelle Schwäche in der hohen Abhängigkeit von wenigen umsatzstarken Großkunden und einer zu kleinen Basis mittelgroßer B2B-Kunden. Mit der europäischen Neuordnung nach dem Verkauf von Robert Mondavi fiel ein wichtiger Umsatzträger weg; weitere größere Aufträge gingen zurück oder endeten. Der Versuch, diese Entwicklung zusätzlich durch Privatkundengeschäft zu kompensieren, erreichte nicht das notwendige Volumen.
Eine Fortsetzung des Wachstumskurses hätte erhebliche langfristige externe Finanzierung erfordert. Ende 2006 fiel deshalb die unternehmerische Entscheidung, diesen Weg nicht weiterzugehen; der Geschäftsbetrieb wurde anschließend vollständig beendet. Diese wirtschaftliche Einordnung ist eine persönliche Unternehmeranalyse und wird von nachträglichen politischen oder anderen Kausalbehauptungen bewusst getrennt.
Netcom Kassel / Arcor – Carrier-Vertrieb B2B
Mit dem Wechsel zurück ins Angestelltenverhältnis kam die Carrier-Seite der Kommunikation hinzu. Bei Netcom Kassel, im damaligen Umfeld von Arcor und den Städtischen Werken, standen Geschäftskundenlösungen für Telefonie, Internet, Servicerufnummern und Datenanbindungen im Mittelpunkt.
Die Phase fiel in den grundlegenden Wandel von analoger Telefonie und ISDN hin zu VoIP und IP-basierten Diensten. Die technische Perspektive wurde damit um Carrier-, Vertrags- und B2B-Vertriebswissen erweitert.
ahd – Storage und Security
Bei ahd wurden zwei Themen gezielt vertieft, die später erneut eine zentrale Rolle spielen sollten: professioneller Storage mit NetApp und Security mit Fortinet. Die NetApp-Ausbildung beziehungsweise das Herstellerumfeld führte 2010 auch nach Prag.
Damit verschob sich der Schwerpunkt vom einzelnen Server stärker auf Datenhaltung, Verfügbarkeit und abgesicherte Infrastrukturen.
NextiraOne – Alcatel, LAN und WLAN
Eine kürzere Station bei NextiraOne ergänzte das Profil um Alcatel-Enterprise-Kommunikation sowie LAN- und WLAN-Themen. Damit rückten klassische Telekommunikation und IP-Netzwerk endgültig zusammen.
UP Data – die Erfahrungsfelder zusammenführen
Bei UP Data konnten die zuvor getrennt erworbenen Kompetenzen in einer gemeinsamen B2B-ITK-Praxis zusammengeführt werden: Alcatel/ALE-Kommunikation, Server, Storage, Security, LAN/WLAN und passive Infrastruktur mit Kupfer, Glasfaser und klassischer Telekommunikationsverkabelung.
Ein Schwerpunkt war der Ausbau des professionellen IT-Bereichs. Leistungsfähige Storage-Lösungen lösten einfachste NAS-Konzepte als zentrale Speicher ab. Fortinet wurde als Security-Baustein etabliert; Malwarebytes-Erfahrung war bereits aus der Axxida-Zeit vorhanden und wurde ebenso eingebracht, weitere Security-Themen ergänzt. Gleichzeitig wurde die Qualifizierung vorhandener Techniker in Richtung professioneller IT vorangetrieben.
Diese Kombination ermöglichte den Ausbau größerer Kundenumgebungen. Die Arbeit verlagerte sich zunehmend vom einzelnen Produkt hin zur integrierten Infrastruktur aus Kommunikation, Netzwerk, Security, Server und Storage. Nach dem Verkauf von UP Data an die Venitus-Gruppe stagnierte dieser IT-Ausbau aus persönlicher Rückschau zunehmend.
HOC – zurück in die Region Marburg
Nach dem Verkauf von UP Data und dem Ausscheiden der bisherigen Unternehmensführung folgte 2026 der Wechsel zu HOC. Damit verbindet sich die Rückkehr in die Region Marburg/Mittelhessen mit der Fortsetzung der über Jahrzehnte aufgebauten ITK-Erfahrung.
Im Mittelpunkt stehen technisch orientierte Beratung, Presales und Geschäftsentwicklung. Aktuelle Schwerpunkte sind ALE-Kommunikation, LAN/WLAN, Fortinet/Security und die Verbindung dieser Bereiche mit Enterprise-IT und Infrastruktur. Die Rolle knüpft damit an die gesamte Entwicklung seit den frühen Netzwerk- und Serverjahren an.
Vom Fehlerbild zur dauerhaft verständlichen Lösung
Ein altes Fahrzeug und eine moderne IT-Infrastruktur sind technisch völlig unterschiedliche Welten. Die Methode, mit der Probleme bearbeitet werden, ist jedoch vergleichbar: nicht beim ersten sichtbaren Fehler stehen bleiben, sondern Ursache, Abhängigkeiten und spätere Wartbarkeit mitdenken.
Ursache statt Symptom
Eine ausgelöste Sicherung, ein nicht erreichbarer Server oder eine gestörte Kommunikationsverbindung sagt zunächst nur, wo ein Problem sichtbar wird. Die eigentliche Aufgabe beginnt dahinter: Welche Komponente, Verbindung oder Wechselwirkung erzeugt das Fehlerbild?
Standards erhalten
Wo bestehende Standards sinnvoll sind, werden sie nicht ohne Not aufgegeben. In Netzwerken betrifft das etwa strukturierte Verkabelung, Adressierung, VLAN- und Portlogik; bei der Matador-Elektrik waren es Sicherungsbelegung und Kabelfarben. Erweiterungen sollen sich in ein verständliches System einfügen, statt eine individuelle Sonderwelt zu schaffen.
Dokumentation als Technik
Eine Lösung ist für mich erst dann wirklich gut, wenn sie auch später nachvollzogen werden kann. Netzwerkpläne, Konfigurationen, Port- und VLAN-Zuordnungen erfüllen denselben Zweck wie ein sauber dokumentierter Stromlauf: Ein anderer Fachmann soll nicht zuerst die persönliche Denkweise des Erbauers erraten müssen.
Die Neuverkabelung des Tempo Matador 2014 ist dafür ein anschauliches privates Beispiel. Der 62 Jahre alte Kabelbaum wurde nach sporadischen Kurzschlüssen nicht weiter punktuell geflickt, sondern vollständig erneuert. Die historische Tempo-Logik blieb dort erhalten, wo sie für Wartung und Unterlagen wichtig war; zusätzliche Funktionen wurden bewusst strukturiert ergänzt und dokumentiert. Dieses Prinzip findet sich auch in der beruflichen Arbeit wieder: bestehende Systeme verstehen, Schwachstellen nicht konservieren, Änderungen kontrolliert einführen und Wissen so hinterlassen, dass der Betrieb nicht von einer einzelnen Person abhängt.
Technik zu Hause erproben – Erkenntnisse beruflich nutzen
Ein durchgehender Bestandteil meiner technischen Entwicklung ist eine bewusst weit über typische private Anforderungen hinausgehende eigene IT-Umgebung. Sie dient nicht nur dem privaten Betrieb, sondern als praktisches Labor: neue Konzepte werden aufgebaut, gehärtet, dokumentiert, im Alltag betrieben und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Die dabei gewonnenen Erfahrungen fließen anschließend auch in die berufliche Arbeit ein.
Dieses Prinzip begann bereits Anfang der 1990er-Jahre mit der eigenen Mailbox, mehreren Rechnern, zentraler Datenhaltung, DOS-Netzwerk und 10-MBit-Koaxialverkabelung. Über 10/100-MBit-Ethernet, ISDN und spätere IP-Netze entwickelte sich daraus über viele Technikgenerationen eine private Infrastruktur, deren Aufbau und Komplexität bewusst nicht am üblichen Heimnetz orientiert ist.
Security und Segmentierung
Die aktuelle Umgebung wird durch eine FortiGate 40F geschützt. Getrennte Netzbereiche für vertrauenswürdige Geräte, IoT und einen besonders abgeschotteten Zugangsrechner begrenzen Kommunikationswege nach dem Least-Privilege-Prinzip. Der externe VPN-Zugang ist mit Mehrfaktor-Authentifizierung abgesichert und auf den tatsächlich benötigten RDP-Zugriff zum vorgesehenen System beschränkt.
Logging, Storage und Wiederherstellung
Firewall-Ereignisse werden zentral per Syslog auf einer Synology gespeichert. RAID/SHR, Btrfs, getrennte Berechtigungen, Snapshots und zusätzliche Datensicherungswege machen auch Storage, Protokollierung und Wiederherstellung zu Bestandteilen des privaten Test- und Betriebsumfelds.
BSI- und NIS2-orientierte Praxis
Segmentierung, Mehrfaktor-Authentifizierung, restriktive Administrationszugänge, Protokollierung, abgesicherter Fernzugriff und Wiederherstellung werden an Sicherheitsprinzipien aus professionellen Umgebungen sowie an BSI- und NIS2-orientierten Anforderungen gespiegelt. Das private Netz ist damit kein formell zertifiziertes BSI- oder NIS2-System, setzt aber viele der dort geforderten Grundprinzipien praktisch um.
Gerade diese Verbindung von privater Neugier und beruflicher Praxis zieht sich durch mehr als drei Jahrzehnte: Technik wird nicht erst beim Kunden kennengelernt. Wo es sinnvoll ist, wird sie vorher im eigenen Umfeld aufgebaut, bewusst auch an Grenzen geführt und langfristig betrieben. Das schafft Erfahrungen mit Wechselwirkungen, Fehlerbildern und Betriebsfragen, die in Schulungs- oder Laborsituationen allein oft nicht sichtbar werden.
Die öffentliche Darstellung beschreibt bewusst nur Architektur und Prinzipien. Sicherheitsrelevante Detailkonfigurationen, Zugangsdaten und unmittelbar angreifbare Informationen des privaten Netzes werden nicht veröffentlicht.
Enterprise-IT als praktische Schule
m+s bezeichnete sein damaliges Angebot selbst als „IT-Gesamtlösungen“. Consulting, Support und Service, Schulung, Hard- und Software, Repair-Center und Softwareentwicklung zeigen die Breite des damaligen Systemhausmodells.
Für den eigenen beruflichen Weg war diese Zeit besonders wichtig, weil große Kundenumgebungen nicht nur theoretisch, sondern im praktischen Einsatz kennengelernt wurden: Server bereitstellen, Hardware analysieren, Rollouts begleiten und Störungen in produktiven Umgebungen lösen.
Die genannten Unternehmen sind als Kundenumfeld beziehungsweise aus den eigenen beruflichen Aufzeichnungen dokumentiert. Namen einzelner Kollegen, Ansprechpartner oder Projektpersonen werden nicht veröffentlicht.

Große IT-Umgebungen statt isolierter Einzeltechnik
Die frühe Server- und Hardwarephase war eng mit großen produktiven IT-Umgebungen verbunden. Aus dieser Zeit stammt die Erfahrung, technische Einzelkomponenten immer als Teil eines größeren Betriebszusammenhangs zu betrachten.
Deutsche Börse
Arbeit im Umfeld der neuen IT-Ausstattung in Frankfurt. Der damalige m+s-Großauftrag umfasste umfangreiche Migration, Server- und Arbeitsplatzleistungen. Für den eigenen beruflichen Weg bedeutete das praktische Erfahrung in einer besonders anspruchsvollen Unternehmensumgebung.
Fraport / Lufthansa
Nach persönlicher Projekterinnerung gehörten Arbeiten an einer Rechenzentrumsumgebung in Kelsterbach für das eTix-Umfeld zu den Einsätzen dieser Phase. Solche Projekte verbanden Servertechnik, Rollout, Fehlersuche und Betrieb unter realen Produktionsbedingungen.
Finanzsektor
Zum damaligen Kunden- und Projektumfeld gehörten unter anderem DG Bank, Deutsche Bank, Commerzbank, Dresdner Bank und Postbank. Die Veröffentlichung beschränkt sich bewusst auf die Unternehmen; Namen damaliger Ansprechpartner oder Projektkollegen bleiben im internen Recherchebestand.

Vom Dachgeschoss zum herstellerübergreifenden Systemhaus
Axxida steht für die Phase, in der technische Arbeit, Personalverantwortung, Ausbildung, Kundenprojekte und unternehmerische Entscheidungen unmittelbar zusammenkamen.
Die räumliche Entwicklung vom Dachgeschoss über provisorische Lagerflächen bis zum größeren Firmenstandort steht sinnbildlich für das schnelle Wachstum. Gleichzeitig wurde aus den zuvor erworbenen Server- und Netzwerkerfahrungen ein vollständiges Systemhausangebot aufgebaut.
Das historische Bild zeigt den Arbeitsplatz der frühen Axxida-Zeit. Es wird als private Primärquelle verwendet.
Die Namen ehemaliger Beschäftigter, Auszubildender, externer Projektkräfte und Kundenansprechpartner bleiben ausschließlich im internen Recherchebestand.

Kundenkontinuität, Teamaufbau und technische Breite
Axxida entwickelte sich nicht als reiner Computerhandel, sondern als herstellerübergreifendes Systemhaus. Server, Arbeitsplatzsysteme, Netzwerke, WLAN, Security, Datenbanken, individuelle Software, Telekommunikation sowie passive Netzwerkverkabelung und erste Elektroarbeiten wurden als zusammenhängende Kundenumgebung betrachtet.
Herstellerübergreifend
Zum technischen Umfeld gehörten unter anderem Fujitsu Siemens, HP/Compaq, IBM, Acer, MAXDATA, Kyocera, 3Com, Microsoft und Siemens. Die Auswahl richtete sich nach der jeweiligen Aufgabe und nicht nach einer einzigen Herstellerwelt.
Vom 10/100-Netz zum Gigabit
Die bereits aus Mailbox- und früher Netzwerktechnik vorhandene Erfahrung entwickelte sich weiter zu professionellen 10/100-MBit- und Gigabit-Netzen. Hinzu kamen passive Verkabelungsprojekte und damit zunehmend die physische Infrastruktur hinter Servern und Anwendungen.
Kundenkontinuität
Mehrere Kundenbeziehungen entstanden aus früheren beruflichen Kontakten. Zum Kundenumfeld gehörten unter anderem Havika Immobilienmanagement, Robert Mondavi Europe, später TxB International Finewines, FerHo Stahl, AWO Frankfurt/Südhessen und die Pensionskasse der Firma Schenker VVaG.
Eigene Neukundengewinnung
Parallel wurde ein eigener regionaler Kundenstamm aufgebaut. Beispiele sind Schwammel & Gnau Renault, die Freie Waldorfschule Marburg, die Marburger Altenhilfe St. Jacob gGmbH, RUWEL/Werk Schoeller, die Stadt Wetter, HEITEC Heißkanaltechnik sowie verschiedene regionale Handwerks- und Technologieunternehmen. Damit beruhte das Wachstum nicht allein auf übernommenen Kontakten.
Viele kleine soziale Installationen
Im AWO-Umfeld handelte es sich nicht um ein einzelnes Großprojekt, sondern um zahlreiche kleinere Installationen, häufig mit Arbeitsplatz und Internetzugang in sozialen Einrichtungen. Gerade diese Vielzahl kleiner Standorte stellte andere Anforderungen an Organisation und Service als ein zentraler Unternehmensstandort.
Großprojekt Deutsche Bahn
Ein größerer Auftrag für Deutsche Bahn band zeitweise mehrere Beschäftigte dauerhaft. Namen der eingesetzten Mitarbeiter werden auf der öffentlichen Website bewusst nicht genannt; für die Unternehmensgeschichte relevant ist die Größenordnung und die organisatorische Bindung des Projekts.
Mit dem Wachstum entstanden Funktionen für Geschäftsführung und Administration, technische Leitung, Außendienst und Service, Servertechnik, Software- und Datenbankentwicklung, Buchhaltung sowie Ausbildung. Ergänzt wurde das eigene Team durch externe Spezialisten und Partnerunternehmen. Diese Struktur erklärt, wie aus den ersten Räumen ein Systemhaus mit zeitweise rund zwanzig Beschäftigten werden konnte.
Weiterbildung entlang der Technikgenerationen
Die Zertifizierungen sind kein isolierter Lebenslaufblock. Sie spiegeln jeweils die Technik wider, die in der entsprechenden Phase praktisch eingesetzt wurde.
| Phase | Nachweise und Schwerpunkte |
|---|---|
| Frühe IT / Enterprise-Hardware | IBM OS/2 · Compaq/HP ProLiant · Siemens Server · IBM ThinkPad Technical Engineer |
| Systemhaus | Microsoft MCSE und weitere Microsoft-/Infrastrukturthemen |
| Storage / Security | NetApp · Fortinet; NSE 1 und NSE 2 als historische, inzwischen abgelaufene Zertifizierungsnachweise |
| Kommunikation | Alcatel-Lucent/ALE OXE-Erfahrung und frühere ACFE-/ACSR-Qualifikationen · innovaphone Sales 2026 |
| ALE · Juli 2026 | ACSR OmniPCX Enterprise · Contact Centers · OmniVista Network Management · OXO Connect · Hybrid Passive Optical LAN · Purple on Demand · Rainbow Hub · Rainbow · OmniAccess Stellar WLAN · Network as a Service · LAN Network · zusätzlich ACPS OmniVista Cirrus/Terra |
Tempo als zweiter technischer Lebenslauf
Parallel zur beruflichen IT entwickelte sich aus dem Oldtimerinteresse eine internationale technische und historische Facharbeit. Typberatung, technische Analysen, Ersatzteilwissen, Originalunterlagen und Quellenforschung folgen dabei demselben Grundprinzip wie im Beruf: erst verstehen, dann dokumentieren und schließlich Wissen nutzbar machen.